Es ist mal wieder Zeit für die neusten Lerntipps vom MrAlbi. Die Klausuren rücken schließlich immer näher. Und das Prinzip bei Klausuren ist ja meistens: "Ich habe ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe". Fliegender Wechsel sozusagen. Aber Lernen macht echt Spass hab ich gemerkt. Grund ist die von mir angewandte einschlägig beste Methode zum Lernen, die sog. Filmszenenmethode. Das soll nicht etwa bedeuten, dass man jetzt sein Skript mit ins Kino nehmen soll. Das bedeutet eher, dass man sich, so wie im Traum, irgendeinen Blödsinn vorstellt, der zu den Begriffen passt. Je abstruser, desto besser. Vermutlich find ich die Methode deshalb auch so toll.

Also am besten mal ein ganz einfaches Beispiel. Nehmen wir ganz hypotetisch an, man lernt das tolle Skript vom Zink auswendig. Man liest also gerade das Kapitel über "Formen der Arbeitszufriedenheit" und findet dort eine Reihe sinnloser Begriffe, die lauten:
progressive Arbeitszufriedenheit
stabilisierende Arbeitszufriedenheit
resignierende Arbeitszufriedenheit
Pseudoarbeitszufriedenheit
Fixierte Arbeitszufriedenheit
Konstruktive Arbeitszufriedenheit
Die "klassische Methode" wäre ja jetzt: Man paukt das einen Tag vor der Klausur ins Kurzzeitgedächtnis, kriegt das schon irgendwie zusammen und vergissts nach ner Woche wieder. Eleganter ist da natürlich die Kino-Methode, indem man sich beispielhaft die folgende "Filmszene" mit dazu ausdenkt:
"Ich gehe in den Schreibwarenladen an der Uni und kaufe dort die folgenden Sachen":
Einen blinkenden Kugelschreiber,
einen Stabilo-Filzstift
einen Radiergummi
ein Lineal
einen Uhu-Stick
und einen Zirkel
jetzt kann man sich natürlich fragen "Hä? Was soll das denn jetzt?" Und richtig. Es gibt erstmal keinen Sinn. Aber jetzt verknüpfe ich (im Kopf) die Sachen und stelle mir dabei bildlich vor, wie ich die Sachen aus dem Regal nehme und damit zur Kasse laufe.
Also der blinkende Kugelschreiber ist also superprogressiv und modern, der Stabilo-Filzstift ist vielleicht nicht gerade stabil, aber die Begriffe passen so toll. Der Radiergummi geht aufs resignieren, weil man da schließlich vorher immer was falsch hingeschrieben hat, wenn man mal was radieren muss. Ein Lineal hab ich in der Schule immer als Pseudo-Geodreieck misbraucht, weil ich zu faul war mir eins zu kaufen. Der Klebstoff fixiert Sachen und der Zirkel hilft beim konstruieren. Also eigentlich alles ganz logisch verknüpft, nur halt um 2 Ecken gedacht.
Der klassiche Lernprofi sagt jetzt natürlich: "ahja, super Sache, aber mein Skript ist so dick, da komm ich doch mit den Filmszenen durcheinander!" Haha, die Methode ist natürlich auch noch lange nicht zu Ende. Da hilft dann natürlich die Stufe 2 des ganzen. Verknüpfe die Filmszenen logisch zu einem FILM, der sich immer an den richtigen Orten abspielt! Soll heißen: Man läuft in Gedanken immer den selben Weg entlang und lässt die Filmszenen thematisch "Nebeneinander" dort abspielen, wo die Themengebiete zusammenpassen.
Für die Zink-Geschichte laufe ich also z.B. von meiner Wohnung aus an die Uni. Die Strecke bin ich 1000 mal gelaufen und kenne alles (bildlich) auswendig. Das erste Kapitel spielt so also daheim im Schlafzimmer, dann geht es unter die Dusche und in den Keller etc.. Am Ende bin ich dann an der Uni im Chemiegebäude und später dann sogar in der Stadt irgendwo angekommen. Man braucht natürlich ein paar kreative Ideen, aber ich finde so macht das Lernen wesentlich mehr Spass, als einfach nur stur was auswendig zu lernen.
Und es ist ein echt guter Film geworden. 17 Seiten Drehbuch, es gibt alles, was ein Hollywoodschlager so braucht. Sex, Drogen und Gewalt. Ein echter FSK 21 Film sozusagen. Aber es gibt ein Happy-End, denn am Ende stirbt der Superheld des Films (also ich). ;-) Achso, die URL zum Film ist:
http://docs.google.com/Doc?id=dfzt5xcf_0csz5vfcrIch hoffe nur, der Blödsinn wird NIE wirklich verfilmt ;-)